In Serbien hat eine Protestbewegung die Wahlen gewonnen, in Frankreich gehen Jugendliche für Änderungen im Bildungssystem auf die Strasse und in Spanien wehren sich die Leute gegen die Wohnungsnot. Die Proteste sind inhaltlich verschieden, in ihrem Aufbau aber ähnlich. Erfolgreiche Proteste brauchen einen langen Atem und Legitimität, genug Leute und eine gewisse Einigkeit, so die Theorie des Soziologen Charles Tilly. Fällt einer dieser Punkte weg, zerfällt ein Protest. Die Schweizer Politologin Michelle Beyeler ordnet die vier Kriterien ein.