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Institut für Politikwissenschaft

Ärger mit Schweizer Firma - Gucci mag nicht länger «klimaneutral» sein - Axel Michaelowa

Gucci hat sich mit Zertifikaten von South Pole von CO2-Emissionen freigekauft. Nun steht der Klimakompensierer mit Sitz in Zürich in der Kritik. Der Luxuskonzern zieht die Reissleine, andere Unternehmen folgen.

In einem Interview mit der «Wochenzeitung» beschwichtigte South-Pole-CEO Renat Heuberger: «Selbst wenn wir ein paar Tonnen zu viel verkauft haben, gleicht sich das in den nächsten Jahren wieder aus». Dazu müsse man künftig einfach entsprechend weniger Zertifikate verkaufen.
Ein Argument, das in Fachkreisen auf Skepsis stösst. Es gehe schliesslich um Klimaschutz heute und nicht in zwanzig Jahren, sagt Axel Michaelowa, Experte für internationale Klimapolitik an der Universität Zürich und Mitgründer des Klimaschutzberatungsunternehmens Perspectives. «South Pole erzielt Erlöse aus dem Verkauf von Emissionsgutschriften und hofft, eine entsprechende Emissionsreduktion irgendwann in der Zukunft beibringen zu können. Ein solcher ‹CO₂-Kredit› ist nicht wirklich seriös.»

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